Die PIRATEN Erfurt kritisieren die Kürzungen bei Jugendarbeit und Kultur

[Foto: Markus Walloschek]

[Foto: Markus Walloschek]

Ein Haushaltsloch von 30 Millionen Euro prophezeit die Stadt Erfurt derzeit für das Jahr 2013. (1) Nun soll gespart werden. Betroffen ist vor allem die Jugendarbeit.

Mehrere Vorschläge hat die Stadtverwaltung ausgearbeitet, wie 2013 Geld gespart werden könnte. Diese Vorschläge sollen nun durch die Ausschüsse gereicht werden und bis Ende Dezember beschlossen sein. Es handelt sich dabei um Sperrungen von Geldern des sogenannten „freiwilligen“ Bereichs, also aller Leistungen, welche nicht gesetzlich vorgeschrieben sind. (2)

Auf den Listen der Verwaltung finden sich Projekte wie die Thüringer Bachwochen, aber auch finanzielle Zuschüsse für die freien Träger der Jugendarbeit in Erfurt, die unter anderem die
Schulsozialarbeit oder Kinder- und Jugendzuflucht betreiben. Zwar sei keiner der Vereine in seiner Existenz bedroht, jedoch ständen empfindliche Kürzungen in der ohnehin dünnen Personaldecke an.

„Die freien Träger nehmen in der Kinder- und Jugendarbeit eine unverzichtbare Aufgabe wahr und haben schon so genug mit Finanzproblemen und mangelndem Personal zu kämpfen. Mit weiteren Kürzungen wird hier an der falschen Stelle und vor allem der Zukunft gespart“ sagt Falko Windisch, Beisitzer der PIRATEN Erfurt.

Ähnlich sieht es auch André Sube, Schatzmeister der PIRATEN Erfurt:

„So sehr ich auch Verständnis für die Situation der Stadt habe und so schwer ich mich tue Haushaltsposten gegeneinander auszuspielen, warne ich davor gerade im Bereich der Jugendarbeit
zu sparen. Es sind gerade solche Momente, in denen die Entscheidungsträger zeigen können, wie viel Gehalt ihre Sonntagsreden haben und inwieweit sie tatsächlich bereit sind, sich für die schwächeren, weniger prestigeträchtigen Bereiche unserer Gesellschaft einzusetzen.“

Aus diesem Grund hatten mehrere der freien Träger und Parteien am Mittwoch dem 28.11.2012 zu einer Kundgebung vor dem Rathaus aufgerufen. Die Aktion begann um 16 Uhr, ab 17 Uhr tagte der Stadtrat öffentlich. Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Tamara Thierbach stellten sich den Fragen der Protestierenden, welche jedoch mit ihren Antworten sichtlich unzufrieden waren. Laut Frau Thierbach müsse man sich gedulden, bis Mitte Dezember ein vorläufiger Haushalt gefunden sei.

Auch die PIRATEN Erfurt unterstützen diese und weitere Protestaktionen.

(1) http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/politik/detail/-/specif…

(2) http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/politik/detail/-/specif…


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